Honorar statt Provision: So arbeite ich als Hochzeitsplanerin
Woher wisst ihr, ob eure Hochzeitsplanerin empfiehlt, was zu euch passt, oder was für sie selbst am meisten abwirft? Diese Frage stellen sich die wenigsten Brautpaare vor dem ersten Gespräch, dabei entscheidet genau das, wie eure Hochzeit am Ende aussieht.
Der Unterschied zwischen Honorar und Provision bei der Hochzeitsplanung
In der Hochzeitsbranche gibt es zwei grundsätzliche Vergütungsmodelle für Planerinnen. Beim Provisionsmodell verdient die Planerin an bestimmten Locations, Caterern oder anderen Dienstleistern mit, oft ohne dass das Paar davon erfährt. Beim Honorarmodell bezahlt das Paar die Planerin direkt für ihre Leistung, unabhängig davon, welche Vendors am Ende gebucht werden.
Meine Grundlage ist das Honorar. Meine Bezahlung für Planung und Konzept hängt nicht davon ab, welche Location, welchen Caterer oder welchen Florist ihr am Ende wählt.
Wo Provision trotzdem vorkommt, und warum das kein Widerspruch ist
Ganz ohne Provision kommt aber auch mein Geschäft nicht aus. Bei manchen großen Posten, vor allem bei Location und Catering, ist es in der Branche üblich, dass Planerinnen eine Vermittlungsprovision vom Anbieter erhalten, zusätzlich zum Honorar vom Brautpaar. Das ist an diesen Stellen so etabliert, dass ein Verzicht darauf eher unüblich wäre, und ich nehme sie in diesen Fällen auch an.
Der Punkt, der mir wichtig ist: Diese Provision entscheidet nicht, was ich euch vorschlage. Ich empfehle eine Location oder einen Caterer, weil es zu eurem Konzept, eurem Budget und eurer Vorstellung vom Tag passt, nicht, weil eine bestimmte Provision dahintersteht. Bei kleineren, spezialisierteren Dienstleistungen, etwa Papeterie, arbeite ich dagegen ganz ohne Provision, dort ist eine Vermittlungsprovision auch nicht branchenüblich.
Was das für euch als Brautpaar bedeutet
Praktisch heißt das für euch: Ob ein Vendor mir eine Provision zahlt oder nicht, seht ihr in meiner Empfehlung nicht. Wenn eine Location, bei der eine Provision anfällt, nicht zu eurem Bild vom Tag passt, werdet ihr das von mir genauso deutlich hören wie bei jeder anderen. Der Maßstab bleibt in beiden Fällen derselbe: passt es zu euch.
Wenn ihr im Erstgespräch mit einer Planerin sitzt, egal ob mit mir oder jemand anderem, ist eine ehrliche Frage nach dem Vergütungsmodell ein guter erster Schritt. Die Antwort sagt mehr über die Zusammenarbeit aus, als man zunächst denkt.